Helferinnen

Die frohe Botschaft,
die wir empfangen haben,
muss weitergegeben werden

WEITERE PROJEKTE
 
Internat für Mädchen im Tschad / Afrika
 
Ort: Mongo, Distrikthauptstadt im Norden des Tschad, Afrika
 
Beschreibung:
Sr. Ute Effenberger aus der Kongregation der Helferinnen leitete 10 Jahre lang das Internat, in dem 40 Schülerinnen wohnen können, um eine höhere Schule (Gymnasium, 5. - 12. Schulstufe ) zu besuchen. Seit ihrer Rückkehr nach Europa 2006 hat eine französische Mitschwester diese Aufgabe übernommen.
 
Mehr über das Projekt:
Meist ist es so, dass sich die Mädchen, von Mundpropaganda inspiriert, selbst dazu entschließen, eine höhere Schule zu besuchen. Wenn sie alles in Bewegung setzen und es ihnen gelingt, soweit Unterstützung zu finden, dass sie 1 ½ Sack Hirse mitbringen können und ihre Familien bereit sind, sie als Arbeitskraft zu entbehren und sie ziehen lassen, dann haben sie Chancen, in unserem Internat Aufnahme zu finden.
 
Im Internat leben die Schülerinnen in zwei Gruppen, die jeweils selbständig den Haushalt führen. Sie bekommen wöchentlich für die Gruppe ein Wirtschaftsgeld, mit dem sie auskommen müssen. Beim Kochen und den anderen Arbeiten im Haus führen die älteren Mädchen die jüngeren ein. So wachsen sie an Selbständigkeit und Selbstbewusstsein.
 
Zum Wäschewaschen müssen zwei Kübel Wasser pro Person reichen, damit das Mindestmaß an Trinkwasser von 5 l pro Tag und noch etwas zum Waschen bleibt. Der Tschad liegt zu zwei Drittel in der Sahelzone, die immer von Dürrekatastrophen bedroht ist. Dank der Zisterne zum Wasserspeichern, die mit Hilfe der Pfarrgemeinde Saikogasse gebaut wurde, ist wenigstens eine regelmäßige Versorgung sichergestellt.
 
Die Schwestern sind im Hintergrund mit Rat und Tat für die Mädchen da, beispielsweise auch beim Marmelade Einkochen. Alle zwei Wochen gibt es eine Auswertung mit der ganzen Gruppe. Probleme können zur Sprache kommen, aus Fehlern darf gelernt werden, es gilt Dinge zu organisieren…Die Schülerinnen gestalten auch selbst einen wöchentlichen Gebetsabend, der gerne genützt wird, wenn untereinander Versöhnung Not tut, die dann ganz selbstverständlich, ihrer Kultur entsprechend, öffentlich geschieht.
 
Im Theaterspielen sind unsere Schülerinnen ganz groß. Sie improvisieren mit einfachsten Mitteln und sind mit Leib und Seele dabei. Wenn sie hier einen Medizinmann und einige Männer ihrer Gesellschaft porträtieren oder Alltagsgeschichten darstellen, geschieht vielleicht mehr als nur ein unterhaltsames Abendprogramm. Gebildete Frauen sind eine Hoffnung für ihre Familie, für ihr Land.
 
Schwung und Leben bringen diese jungen Frauen nicht nur in das Zusammenleben im Wohnheim, sondern bis in die Pfarre. Die Jüngeren nehmen an den Angeboten teil, die Älteren leiten selbst Kinder- oder Jugendgruppen und geben auch Katechismusunterricht. Bei Veranstaltungen in der Pfarre ist ihre Mithilfe auch sehr gefragt und hat sich schon oft bewährt.
 
In Mongo arbeiten Schwestern aus der Kongregation der Helferinnen nicht nur im Schülerinnenwohnheim, sondern auch in der Pfarrgemeinde, in zwei Volksschulen und in einem kulturellen Zentrum, für deren Unterhalt sie auch aufkommen. Das öffentliche Schulwesen liegt leider im Argen, die Lehrergehälter sind oft mehrere Monate im Rückstand, was immer wieder zu Lehrerstreiks führt.
In unserer zweiten Niederlassung in N'Djamena arbeitet eine Schwester als Ärztin, andere in der Pfarregemeinde, im Priesterseminar (als Theologin), mit Gruppen von „justice et paix“, in der Studentengemeinde…

Provinzialat
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