WEITERE PROJEKTE
Familienhilfe, Rumänien
Ort: Diözese Alba Julia, liegt im rumänischen Karpatenbogen
Kontakt: Sr. Rita Kedves sa
E-Mail:
kedves.rita@segitonoverek.info
Beschreibung:
Die Caritas der Erzdiözese Alba Julia gründete im Jahr 2004 einen Familienhilfsdienst in Gheorgheni, dessen Hauptmitarbeiterin Sr. Rita Kedves ist, eine Sozialarbeiterin aus der Kongregation der Helferinnen.
Nach einem Jahr wurde die Arbeit ausgewertet, und es fiel die Entscheidung, dass dieses Projekt auf Diözesanebene und auch inhaltlich erweitert werden soll.
Zurzeit arbeiten 11 Kollegen und Kolleginnen in 6 Regionen der Diözese – alle ausgebildete SozialarbeiterInnen, PsychologInnen und SozialpädagogInnen.
Das Team wird fachlich von Sr. Rita Kedves begleitet.
Möglichkeiten zu helfen:
Finanzielle Unterstützung von einzelnen Projekten: Kinderlager, Kauf von Fahrzeugen, damit die KollegInnen mehr Ortschaften erreichen können.
Für Familien in schweren Notlagen ist eine finanzielle „erste Hilfe“ oft eine Brücke, um Vertrauen aufzubauen, damit sie sich öffnen können und tiefer greifende Hilfe möglich wird.
Auch die Aus- und Weiterbildung der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter liegt uns am Herzen.
Spenden: mit dem Kennwort „Familienhilfe Alba Julia“
In Österreich:
Erste Bank
BLZ 201 11
Konto Nr. 285 245 243 01
- lautend auf:
Kongregation der Helferinnen
In Deutschland:
Liga Bank
Regensburg Filiale München
BLZ 750 90 300
Konto Nr. 216 35 35
-
lautend auf:
Helferinnen der Seelen im Fegfeuer
Mehr über das Projekt: Hintergrund:
Seit dem Umsturz 1989 haben im Land tief greifende Veränderungen stattgefunden, die viele Menschen überrollt haben.
Verlockungen der Konsumgesellschaft, Arbeitslosigkeit und wirtschaftliche Aussichtslosigkeit, Aushöhlung der Traditionen…verunsichern die Menschen.
Als Minderheit in Rumänien sind die Ungarn zusätzlich durch die geschichtlichen Erfahrungen der Unterdrückung besonders ausgesetzt und verletzlich.
Das alles bildet den Hintergrund für den hohen Alkoholkonsum, die Grenze zum Alkoholismus verschwimmt. Nach unserer Erfahrung leiden 70% der Familien unter den Konsequenzen des Alkoholismus.
Es gibt auch auf der Beziehungsebene viele Probleme in den Familien, oft kommt es sogar zu irgendeiner Form von Gewalt. Da die gesamte Mentalität der Menschen beeinträchtigt ist, ist der Bedarf an Beratung und Präventionsarbeit groß. Trotz allem gibt es Menschen, die sich nicht einfach mit der Situation abfinden, sondern sich oft mit einem christlichen Hintergrund beruflich oder ehrenamtlich für andere einsetzen und damit wieder Hoffnung und Kräfte wecken für ein besseres Leben.
Tätigkeiten der Familienhilfe und Beratung:
Ausbau des Beziehungsnetzes zwischen staatlichen Behörden und nichtstaatlichen Organisationen, Vermitteln zwischen den verschiedenen Fachleuten und Institutionen und den Menschen, die in Not sind. Vor allem die Menschen in den ländlichen Regionen sind venachlässigt und kommen viel schwerer zu sozialen Unterstützungen. Durch unseren Dienst versuchen wir den Menschen die notwendigen Informationen zu vermitteln.
Beratung und Gesprächsangebote für die verschiedenen Problemfälle:
Suchtkranke und Angehörige, Konfliktmediation, Probleme in der Partnerbeziehung und zwischen den Generationen, Erziehungsprobleme, Lernschwierigkeiten, Gewalt in der Familie, Krisensituationen.
Prävention und Information – Vorbeugen, damit die Probleme nicht wachsen: existentielle Werte vermitteln, Süchten und Gewalt vorbeugen, Sexualerziehung mit christlichem Hintergrund, Umgang mit Krisen...
Organisation der Ehrenamtlichen in den lokalen Gemeinden – sie sind offen für die verschiedenen Nöte vor Ort, versuchen einander zu helfen und wenn möglich mehrere Menschen mit einzubeziehen.
Lernhilfe mit Ehrenamtlichen für Kinder, die in eine schwierige soziale Situation geraten sind.
Materielle Hilfe – nach unseren Möglichkeiten, bzw. Informationen vermitteln.
Angebot der Teilnahme als Gruppen im Rahmen der Erwachsenenbildung für verschiedene Zielgruppen: Frauen, alte Menschen, Mutter-Kind-Gruppen, Witwen, Kinder, Jugendliche, Ehevorbereitung, Vorbereitung auf die Geburt, etc.
Organisation der Selbsthilfegruppen – bzw. Ausbildung der Gruppenleiter: für Suchtkranke und Angehörige, Krebskranke und Angehörige, Behinderte und Angehörige.
Seminare, Weiterbildungen, Konferenzen zu verschiedenen Themen und Schwerpunkten.
Erschließen staatlicher Unterstützung: das soziale Netz ist noch unterentwickelt, deshalb übernimmt die Familienhilfe Aufgaben des Staates, bemüht sich aber auch, mehr staatliche Unterstützung zu bekommen.
Kontaktperson:
Sr. Rita Kedves sa
Kórház utca 14
RO-535500 Gheorgheni
Tel: +40 (266) 36 53 59
E-Mail: kedves.rita@segitonoverek.info